Gelassenheit, Kreativität, Meditation, Motivation, Stress
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Anna hat Prüfung …

…und ihre Angst macht eine neue Erfahrung

Schulabschluss, Führerschein, Studium, Aus-und Weiterbildung: Alles hat den Preis der Abschluss-Prüfung. Die Angst davor kann verheerende Auswirkungen auf das ganze Leben eines Menschen haben.

Vor einiger Zeit begann Anna eine spannende Weiterbildung, die sie in ihrem Beruf weit nach vorne bringen würde.
Anna gehört zu den Menschen, die vor einer Prüfung regelrecht in Panik geraten. Zuerst schiebt sie das Lernen so weit hinaus, bis sie nur noch wenige Tage vor der Prüfung Zeit dazu hat. Dann lernt sie fast Tag und Nacht, das schlechte Gewissen nagt und raubt ihr den Schlaf.
Was, wenn sie es nicht schafft? Was, wenn sie sich blamiert? Was, wenn ihr die richtige Antwort nicht einfallen will? Die Gedanken drehen sich in ihrem Kopf. Ist es dann endlich soweit und sie sitzt über den Prüfungsaufgaben, scheint ihr Gehirn einfach leer zu sein. Wie das blanke Blatt Papier, das vor ihr liegt.
All das hat sie bereits mehrfach erlebt, was die Sache nicht besser macht. Je näher die Prüfung rückt, desto…Panik!

Doch dann hört sie von einer Freundin von den Prinzipien des NeuroCoaching, und sie beschließt auszuprobieren, ob ihre Freundin Recht hat: Wenn Anna erst wüsste, wie ihr Gehirn funktioniert und lernte, wie sie es „überlisten“ kann, würde die Panik bestimmt keine Macht mehr über sie haben!
Und so lernt Anna bei NeuroCoach Nina Olsson von mutatheo zwei ganz einfache Strategien, die auch leicht umzusetzen sind.

Strategie #1:
Morgens, gleich nach dem Aufwachen soll Anna sich dehnen und strecken. Ganz langsam. Und dabei aufmerksam beobachten, was sich in Gelenken, Muskeln und Sehnen abspielt. Wo zwickt´s? Wo tut das Dehnen gut? Wo knackt´s?
Dann soll Anna gähnen. Aber nicht einfach so, wie man halt gähnt. Nein, sie soll achtsam gähnen! Und dabei sehr genau darauf achten, was sich im Kiefer tut, ob es im Kopf vielleicht schmerzt, ob es irgendwo sticht oder sogar guttut. Jetzt, da Anna tief entspannt ist, wird sie sich diese Frage stellen:
„was ist heute mein tiefster, innerer Wert?“
Um die Antwort zu finden, hört Anna tief in sich hinein, lauscht ihrer inneren Stimme, die sehr, sehr leise ist. So leise, dass wir sie bei all dem Alltagslärm nicht mehr hören können.
Hat Anna ihren „Tages-inneren-Wert“ gefunden, „verankert“ sie ihn, damit er während des Tages nicht verloren gehen kann.

Den ganzen Tag über wird sich Anna jetzt immer wieder an ihren inneren Wert erinnern. Und wenn sie sich nicht sicher ist, ob ihr Tun richtig oder falsch ist, dann ist die Antwort sehr einfach zu finden, indem sie sich fragt: „passt das, was ich jetzt tun möchte zu meinem inneren Wert?“ Und wenn nicht – lässt sie es.

Strategie #2:

Das achtsame Gähnen entspannt den Geist, das langsame und achtsame Strecken und Dehnen entspannt den Körper. Einmal strecken und dehnen plus einmal gähnen dauert ungefähr eine Minute. Wenn Geist und Körper entspannt sind, kann sich das Gehirn wieder erfolgreich auf eine zu lösende Aufgabe konzentrieren. Neurowissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von nur 60 Sekunden Entspannung. Danach kann die fokussierte Aufmerksamkeit bis zu 60 Minuten durchgehalten werden, bevor wieder eine Pause von 60 Sekunden folgen sollte.

Anna hat sich eine App auf ihrem Handy installiert, die sie alle 60 Minuten mit einem Gong (nicht sehr laut, nur so, dass sie es hört) daran erinnert, sich zu entspannen. Dann schließt sie die Augen, streckt und dehnt sich, und gähnt. Sehr achtsam und sehr langsam.
Natürlich tut sie das nicht, wenn sie in der U-Bahn oder auf dem Fahrrad sitzt. Aber beim Lernen geht das gut. Und was immer geht, ist an den tiefsten inneren Wert zu denken. Auch das entspannt das Gehirn.

Nun hat Anna einen neuen Lern-Rhythmus für ihre Prüfung. Früher saß sie stundenlang und bis tief in die Nacht vor ihren Büchern, bis ihr buchstäblich der Kopf rauchte! (Das ist im Übrigen eine sehr treffende Redewendung, denn sie beschreibt genau, was da im Kopf passiert! Er läuft heiß!)

Diesmal lernt sie im 20-Minuten-Takt!
Egal wann und egal ob nur einmal oder mehrere Male hintereinander 20 Min… aber immer nur 20 Minuten! Dazu stellt sie sich ihren Timer auf dem Handy. 20 Minuten Konzentration, dann entweder eine Pause, oder die 60 Sekunden-Neuroübung.

Mit dieser Lernmethode verschwindet nicht nur das Anna bisher bekannte Stressgefühl. Sie hatt sogar Lust zu lernen, es macht ihr Spaß! Denn sie merkt bald, dass sie das Gelernte auch abgespeichert hat. Sie kann es am nächsten Tag wieder abrufen.

Als Perfektionistin, die Anna ist, überprüfte Anna früher ihr Wissen bis ganz kurz vor der Prüfung immer und immer wieder.

Doch bei dieser Vorbereitung läuft alles anders!

Die Prüfung ist samstags. Mittwoch will Anna den größten Teil des Stoffes lernen, um dann Donnerstag und Freitag noch Zeit zu haben, Lücken zu füllen. Und natürlich alles zu wiederholen, um es zu wiederholen, damit es wiederholt werden kann…

Also lernt Anna am Mittwoch bis nachmittags im „20 zu eins“ Rhythmus. Lernen – Neuroübung – lernen – Neuroübung. Zwischendurch auch mal eine längere Pause.

Dann geht sie den gelernten Stoff noch einmal durch, um festzustellen, wo noch Nachholbedarf war. Doch es gibt nichts, was sie nicht beantworten kann! Und das Beste: Anna ist völlig entspannt!

Donnerstag erwacht Anna mit Panik, das Gelernte wieder vergessen zu haben. Das Teufelchen in ihrem Kopf hat bereits früh am Morgen begonnen, sie zu attackieren: „das ist doch alles Unsinn, so kann man nicht lernen, alles Quatsch, vermutlich weißt du nichts mehr und hast einen ganzen Tag verloren!“ Ohne zu frühstücken schlägt sie ihr Buch auf, um zu sehen, was jetzt noch alles an Lernstoff zu bewältigen sei. Doch es gibt keine Frage, die Anna nicht beantworten kann. Sie lächelt zufrieden, legt das Buch zur Seite und macht sich einen Kaffee: „Teufelchen, du hast jetzt Urlaub!“
Anna lernt auch den Freitag entspannt weiter im gewohnten Rhythmus, gönnt sich Pausen und geht abends sogar aus.

Und dann ist es so weit: Samstag, der Prüfungstag.
Die bisher gewohnte Aufregung schnürt Anna die Kehle zu, ihre Hände zitterten, das Herz klopft bis zum Hals, sie atmet heftig und flach. Doch sie erinnert sich rechtzeitig an die Neuroübung, die vor der Prüfung zu machen ist:
Tief einatmen, lang ausatmen. Der innere Wert, erinnere dich, Anna! Atme den Wert ein, und den Stress aus. Reibe dir langsam die Handflächen aneinander.
Annas Herz beruhigt sich, der Brustkorb hebt und senkt sich langsam, der Kloß im Hals löst sich auf.

Für die Prüfung sind 1,5 Stunden angesetzt. Anna hat nach 40 Minuten alle Fragen beantwortet.

Das Ergebnis: Anna erzielt 99 Punkte von 100.

Danke an Nina Olsson und ihre Fähigkeit, Menschen wie mich, Anna, zu coachen.

Das war ein Coaching fürs Leben!

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